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Accessoires Schals und Tücher

Accessoires sind ganz im Gegensatz zur ursprünglichen Bedeutung des Wortes (frz. accessoire= zusätzlich, nebensächlich) in der heutigen Mode schon lange mehr als nur dekoratives Zubehör.

Foto: Mickael Casol via Flickr, cc-Lizenz

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Neben Schmuck, Taschen, Hüten und Gürteln sind vor allem Schals und Tücher gefragt, wenn es darum geht Outfits zu veredeln oder ihnen einen vollkommen neuen Look zu verleihen.  Gerade im Winter sollten Schals und Tücher in keiner Garderobe fehlen, da sie neben ihrer dekorativen Funktion auch optimalen Kälteschutz bieten.

Der Schal gehörte ursprünglich zur traditionellen Kleidung der Bewohner Kaschmirs, wo er aus der besonders warmen Wolle der Kaschmir-Ziegen gefertigt wurde und ein im Vergleich zu heute eher großes Format hatte. Als Sonderform gilt der erstmals im 17. Jahrhundert dokumentierte Pashmina-Schal, der ursprünglich aus Kaschmir und Seide gewebt wurde und auch heute noch sehr gefragt ist. In Europa fand der Schal im 18. Jahrhundert als großes, breites Umhängetuch Eingang in die Modewelt, entwickelte sich jedoch schnell zum eher schmalen Accessoire, wie wir es heute schätzen. Im Gegensatz zum Tuch ist er weniger auf ein bestimmtes Material festgelegt und wird gerne aus Strick, Wolle, Seide, Fleece oder Filz gefertigt. Auch im Hinblick auf Design, Farbe und Muster sind dem Schal keine Grenzen gesetzt.  In der  Abendgarderobe hat er ebenfalls seinen festen Platz: Klassischerweise wird ein weißer Seidenschal zum Frack getragen.

Eng mit dem Schal verwandt ist das Tuch, das als Accessoire ebenfalls fester Bestandteil  der Frauen- wie auch Männergarderobe ist. Es wird im Gegensatz zum Schal traditionell aus eher feinem Stoff (wie z.B. Seide) gefertigt und kann um den Hals oder auch als Kopftuch getragen werden. In der Herrengarderobe sind auch Einstecktücher sehr gefragt, die als rein dekoratives Accessoire in der Brusttasche von Sakko oder Jackett getragen werden und sich farblich an der Krawatte des Trägers orientieren sollten.

Das Halstuch kam zur Zeit Ludwigs XIV. zunächst ebenfalls als Teil der männlichen Garderobe in Mode, wo es im Laufe des 19. Jahrhunderts aber immer mehr durch Krawatte und Schlips ersetzt wurde. Halstücher können auf vielfältige Weise geknotet und gewickelt und so immer wieder anders getragen und kombiniert werden. Ob man sich nun eher für Tuch oder Schal entscheidet, bleibt wahrscheinlich eine Frage des persönlichen Stils und Geschmacks. Verzichten sollte auf diese unentbehrlichen Accessoires aber definitiv niemand.